ETF

ETF-Markt verliert an Fahrt

Verfasst von MoneyController am 16.05.2022

Im April hat sich der Markt für passive Fonds, ETFs, verlangsamt. Dies zeigt eine von Amundi durchgeführte Untersuchung. Schauen wir uns die von der Assetmanagement Gesellschaft zur Verfügung gestellten und auch von 'investrend.ch' gemeldeten Daten genauer an.

ETF-Markt verlangsamt sich sowohl in der Eurozone als auch in den USA

Die Verlangsamung des ETF-Marktes wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die Zuflüsse in den globalen Markt im April mit insgesamt 23 Milliarden Euro etwa ein Fünftel der Zuflüsse vom März ausmachten. Am stärksten verlangsamte sich der US-Markt mit Nettoabflüssen von 12,4 Milliarden Euro. Der europäische Markt hingegen verzeichnete mit einem Plus von 9,5 Milliarden Euro weiterhin einen Anstieg der Zuflüsse. Das Engagement in globalen Indizes nahm jedoch mit Zuflüssen von 7 Milliarden Euro zu, während das Engagement in Nordamerika mit -706 Millionen Euro und in der Eurozone mit -1 Milliarde Euro zurückging. 

Exposure in US-Staatsanleihen-ETFs steigt, in chinesischen Staatsanleihen sinkt

Die Zuflüsse in den globalen Anleihemarkt stiegen dagegen stark an, und zwar um 52,4 Milliarden Euro. Auf diesem Markt zeichneten sich vor allem staatsanleihenbezogene Fonds durch ihre Stärke aus: +42,3 Milliarden Euro. Interessant ist der Nettozufluss bei den US-Staatsanleihen (+5,6 Milliarden Euro), der offensichtlich auf den Anstieg der Zinsen zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite ist der Nettoabfluss aus chinesischen Staatsanleihen (-1,9 Milliarden Euro) zu erwähnen, der wahrscheinlich auf die Bewältigung der Pandemie zurückzuführen ist, die sogar die globalen Wachstumsaussichten ernsthaft in Frage stellt.

Ein Überblick über sektor- und anleihebezogene Fonds

Bei den Sektoren waren klimabezogene passive Fonds (+2,6 Milliarden Euro) und energiebezogene Fonds (+1,9 Milliarden Euro) besonders beliebt. Fonds, die mit ESG-Strategien verbunden sind, haben sich verlangsamt, sind aber immer noch gewachsen. Smart-Beta- und renditebezogene ETFs waren bei den Anlegern weiterhin beliebt, während Value-ETFs und zyklische Konsumgüter Nettoabflüsse von 200 Millionen Euro und 718 Millionen Euro verzeichneten. Wenn auch nicht exponentiell, so war doch ein Wachstum bei ETFs zu verzeichnen, die an drei Arten von Unternehmensanleihen gekoppelt sind: (i) variabel verzinsliche (die von steigenden Zinsen profitieren können), (ii) nordamerikanische und (iii) ESG-orientierte. Im Gegensatz dazu reduzierten die Anleger ihr Engagement in europäischen Hochzins- und Investment-Grade-Anleihen.

 

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