ETF

ETFs, welche waren die besten im März?

Verfasst von MoneyController am 21.04.2022

ETFs sind ein gutes Thermometer für die Performance der Finanzmärkte, da sie passiv Indizes nachbilden und somit die Eingriffe der Portfoliomanager minimieren. Auf der Morningstar-Plattform hat Valerio Baselli die Situation der passiven Fonds im März zusammengefasst und sich dabei auf die besten und schlechtesten Ergebnisse konzentriert.

Der Erfolg von Nickel-ETFs

Zu den besten Performern gehörten einige nickelbezogene ETFs. Dieses Metall wird in der Industrie zur Herstellung von rostfreiem Stahl und Batterien verwendet, einschließlich derer in Hybridfahrzeugen. Im März kam es bei Nickel zu einem Short Squeeze, bei dem viele Futures-Anleger auf fallende Preise wetteten. Nach dem Ausbruch des Krieges und den gegen Russland verhängten Sanktionen stiegen die Preise dagegen wieder an und der Mechanismus der Terminkäufe führte dazu, dass Nickel den Preis von 100 Tausend Dollar pro Tonne erreichte. Auf Russland entfallen inzwischen 10% der weltweiten Nickelexporte, genug, um sich über Lieferverzögerungen Sorgen zu machen. Deshalb sind die Experten von S&P Global Commodity Insight der Meinung, dass ein plötzlicher Preisanstieg nicht ausgeschlossen werden kann, auch nicht auf kurze Sicht.

Steigende Preise beflügeln auch passive Gasfonds

Die Performance von Gas-ETFs ist ebenfalls stark gestiegen. Russland war bisher der größte Erdgaslieferant der Europäischen Union. Schon die entfernte Möglichkeit, dass Gas in das Handelsembargo gegen Russland einbezogen wird oder dass es zu Unterbrechungen kommen könnte, hat den Preis für die natürliche Ressource rapide ansteigen lassen. Kurzfristig und vielleicht sogar mittelfristig ist es schwer vorstellbar, dass Flüssigerdgas oder alternative Lieferungen (trotz der vielen Fortschritte in dieser Hinsicht) den Beitrag des russischen Gases für die energieintensiven europäischen Volkswirtschaften vollständig kompensieren können.

Andere ETFs wachsen, andere verlieren an Boden

Zu den Ländern, die am meisten von der Situation profitieren, gehören die Rohstoffproduzenten, insbesondere Brasilien, dessen Währung, der Real, nach zwei Jahren gegenüber dem Dollar an Wert gewonnen hat. ETFs auf zwei Kryptowährungsplattformen schnitten ebenfalls gut ab: Die erste ist eine quelloffene, dezentrale Kreditplattform, die auf der Ethereum-Blockchain basiert, während die zweite die bekannte Solana ist. Zu den schlechtesten Werten gehörte der STOXX Europe 600 Retail Index, da Einzelhandelsaktien besonders stark von der aktuellen Krise betroffen sind. ETFs, die Chinas Finanzwerte abbilden, schnitten ebenfalls schlecht ab. Der Markt ist zunehmend volatil (das Geschäftsrisiko nimmt zu) und leidet unter den jüngsten Schließungen aufgrund der jüngsten Welle des Coronavirus.

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