Hohe Zinsen sind gute Nachrichten für Value-Aktien

Anlagen

Verfasst von MoneyController am 17.11.2023

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Value-Titel sind in einem Umfeld steigender Zinsen tendenziell im Vorteil, da sie ihr Wachstum/ihre Geschäftstätigkeit weniger auf Fremdkapital stützen.

Hohe Zinsen begünstigen Value-Aktien

Die Zinsen sind derzeit so hoch wie seit mehreren Jahren nicht mehr, und es scheint, dass die Zentralbanken die Kreditverknappung bis mindestens Mitte 2024 aufrechterhalten wollen. In dieser Situation sind sich mehrere Experten einig, dass Value-Titel gegenüber Growth-Titeln im Vorteil sind. Dies schreibt beispielsweise Hans-Peter Schupp, Portfoliomanager bei Fidecum, in der Zeitschrift FONDS professionell".

Zwei Vorteile von Value-Aktien in der aktuellen Kreditklemme

Schupp ist der Ansicht, dass viele Value-Aktien derzeit auf zwei Stärken bauen können: 1) noch angemessene Bewertungen und 2) ausreichend stabile Cashflows. Schupp zufolge sind Value-Unternehmen trotz des jüngsten Anstiegs immer noch relativ günstig bewertet. Das liegt daran, dass die Haussephase an den Märkten bis vor wenigen Monaten von sehr niedrigen Zinsen getrieben war und damit vor allem Wachstumswerte begünstigt hat.  

Schwächen der Wachstumswerte

In einem von hohen Zinsen und konjunkturellem Abschwung geprägten Umfeld verwandeln sich die Stärken wachstumsorientierter Aktien jedoch zumindest teilweise in Schwächen: Zum einen kann ihre hohe Bewertung, die auf Wachstumsversprechen beruht, viele Anleger vom Kauf abhalten, zum anderen wirken sich die Kreditkosten stark aus, da die Geschäftsentwicklung dieser Unternehmen oft stark von ihrer Fähigkeit abhängt, sich zu finanzieren.

Prognosen über künftige Zinssenkungen verfrüht

Vor diesem Hintergrund bleiben die Zinssätze eine Schlüsselvariable für die Beurteilung der Investitionsaussichten. Es scheint jedoch sehr schwierig zu sein, Vorhersagen zu treffen: Während einige Analysten der Meinung sind, dass die Zentralbanken den Höhepunkt des Zinsanstiegs erreicht haben, gibt es immer noch viele Zweifel, wann die Zentralbanken beschließen werden, die Kreditklemme zu lindern: Einige argumentieren, dass dies bereits Mitte 2024 geschehen könnte, während andere glauben, dass sie bis Ende 2024 warten müssen.

Siehe auch

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